Tech Studie: Reducing-Digital-Dependencies_Website
Studie vom Vodafone Institut zeigt

Europas digitale Abhängigkeit wächst

  • Vodafone Institut und Universität Bonn analysieren digitale Abhängigkeiten in 51 Ländern
  • Zwischen 2010 und 2023: Europa immer abhängiger, China und die USA zunehmend autonomer
  • Digitale Plattformen bleiben Europas größte Schwachstelle
  • Deutschland bei Technologiepatenten europaweit am stärksten aufgestellt

Europas Abhängigkeit von ausländischen digitalen Technologien nimmt weiter zu. Das bestätigt jetzt eine neue Studie des Vodafone Instituts und der Universität Bonn. Der 'Digital Dependence Index' vergleicht die Entwicklung von 51 Ländern weltweit, darunter 16 europäische Staaten, zwischen 2010 und 2023. Die Ergebnisse zeigen: Während Europas digitale Abhängigkeit im Untersuchungszeitraum um einen halben Prozentpunkt anstieg, konnten China und die USA sie um fast elf beziehungsweise sechs Prozent reduzieren. Der Abstand zu den internationalen Technologieführern wächst weiter.

Digitale Souveränität heißt nicht Abschottung, sondern Wahlfreiheit.

Porträt von Michael Jungwirth
Michael JungwirthDirector Public Policy & External Affairs

"Europa muss nicht alles selbst können. Aber bei den Schlüsseltechnologien unserer Zeit dürfen wir nicht dauerhaft darauf angewiesen sein, dass andere sie für uns entwickeln und kontrollieren. Digitale Souveränität heißt deshalb nicht Abschottung, sondern Wahlfreiheit: eigene Stärken aufbauen, Abhängigkeiten bewusst steuern und Partner selbst wählen können. Das ist längst nicht nur Technologiepolitik. Es ist eine Frage unserer Wettbewerbsfähigkeit", sagt Michael Jungwirth, Director Public Policy & External Affairs bei Vodafone Deutschland.

Der 'Digital Dependence Index'

Für die Studie haben das Vodafone Institut und das Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS), der Universität Bonn die digitale Abhängigkeit von 51 Ländern weltweit untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung ist der 'Digital Dependence Index' (DDI). Dieser nimmt dabei die gesamte digitale Wertschöpfung in den Blick – von Computern und Telekommunikationsdienste über Betriebssysteme, hin zu sozialen Medien sowie Patenten für digitale Kommunikation. Er zeigt, in welchen Bereichen Länder auf ausländische Technologien angewiesen sind und wo sie über eigene Fähigkeiten verfügen. Der Index reicht von 0 für vollständige Unabhängigkeit bis 1 für vollständige Abhängigkeit. Deutschland erreicht einen Wert von 0.73 und liegt damit auf Platz 25. Zum Vergleich: Die USA führen das Ranking mit einem Wert von 0.38 an, China liegt mit 0.43 auf Platz 4. In den 14 untersuchten Jahren nahm Europas digitale Abhängigkeit um 0,5 Prozentpunkte zu. China verringerte seine Abhängigkeit im selben Zeitraum dagegen um fast elf Prozent, die USA um sechs.

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Europas Abhängigkeit von ausländischen digitalen Technologien nimmt weiter zu. Das bestätigt eine Studie des Vodafone Instituts und der Universität Bonn.

Europas Initiativen zeigen kaum Wirkung

Besonders abhängig ist Europa bei digitalen Plattformen. Alle untersuchten europäischen Länder bezogen Plattformdienste nahezu vollständig von ausländischen Anbietern. Bei IKT-Gütern und -Dienstleistungen (Informations- und Kommunikationstechnologie) ist Europa besser aufgestellt. Dazu zählen etwa Computer, Kommunikationsgeräte und elektronische Bauteile sowie Telekommunikationsdienste, Software und IT-Services.

Deutschland braucht klare digitale Prioritäten

Deutschland weist unter den untersuchten europäischen Ländern die geringste Abhängigkeit bei IKT-Patenten auf. Im internationalen Vergleich bleibt der Rückstand dennoch groß: Zwischen 2010 und 2023 betrug der durchschnittliche Abstand zu den USA 26 Prozent, zu China 20 Prozent und zu Südkorea zwölf Prozent.

Der Wert für IKT-Patente misst nicht unmittelbar die Ursachen dafür. Die ergänzende Analyse zeigt aber: Fortschritte hängen von klaren Prioritäten, konsequenter Umsetzung und hohen Investitionen ab. China hat früh umfangreiche Innovationsinitiativen gestartet. Die USA haben eine neue Industriepolitik auf den Weg gebracht. Hinzu kommen in beiden Ländern umfangreiche Investitionen privater Unternehmen.

„Obwohl die europäischen Regierungen verschiedene Strategien und Maßnahmen zur Förderung der digitalen Souveränität umgesetzt haben, waren ihre Bemühungen nicht ehrgeizig genug. Eines der Hauptprobleme ist eindeutig das Fehlen strategischer Prioritäten zur Stärkung der digitalen Fähigkeiten und zur Bewältigung digitaler Abhängigkeiten“, sagt Dr. Maximilian Mayer, Professor für Internationale Beziehungen und globale Technologiepolitik an der Universität Bonn.

Vier Wege zu mehr digitaler Autonomie

So kann es nicht bleiben. Die Studie schlägt vier teilweise miteinander kombinierbare Handlungswege vor. Europa soll unverzichtbare Positionen in globalen Lieferketten aufbauen, gezielt in eigene Plattformen, Infrastruktur, Patente und Technologieunternehmen investieren, kritische technologische Engpässe reduzieren und seine Abhängigkeit von wenigen ausländischen Lieferanten durch eigene Kapazitäten und neue Partnerschaften verringern. Dafür müsse Europa gemeinsame Prioritäten festlegen, mehr investieren und Regulierung, Innovation, Beschaffung und Industriepolitik länderübergreifend koordinieren. Digitale Autonomie bedeutet dabei keine Abschottung, sondern mehr Widerstandsfähigkeit und selbstbestimmtes Handeln auch in Krisen.

Digitalen Abhängigkeiten auf der Spur

Die zur Studie begleitende DDI-Website macht die Studien-Ergebnisse interaktiv zugänglich. Nutzerinnen und Nutzer können Länder, Regionen und Staatengruppen vergleichen, verfolgen und digital anschaulich nachverfolgen, wie sich deren Abhängigkeiten seit 2010 entwickelt haben.

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Die Düsseldorfer liefern Internet, Mobilfunk, Festnetz und Fernsehen aus einer Hand. Als Digitalisierungsexperte der deutschen Wirtschaft ist Vodafone vertrauensvoller Partner für Start-ups, Mittelständler genau wie DAX-Konzerne. Mit fast 29 Millionen Mobilfunk-, etwa 10 Millionen Breitband- und rund 9 Millionen TV-Kunden sowie zahlreichen digitalen Lösungen erwirtschaftet Vodafone Deutschland mit über 13.000 Mitarbeitenden einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 12 Milliarden Euro. Vodafone treibt den Infrastruktur-Ausbau in Deutschland voran und erreicht bundesweit 31,5 Mio. deutsche Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. Gemeinsam mit seinem Partner OXG bauen die Düsseldorfer in den kommenden Jahren bis zu sieben Millionen neue FTTH Glasfaser-Anschlüsse. Mit seinem 5G Mobilfunk-Netz erreicht Vodafone mehr als 94 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Vodafones Maschinen-Netz (Narrowband IoT) für Industrie und Wirtschaft funkt auf mehr als 97 Prozent der deutschen Fläche.

Vodafone Deutschland ist mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtumsatz die größte Landesgesellschaft der Vodafone Gruppe, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Vodafone hat weltweit etwa 370 Millionen Mobilfunk- und Festnetz-Kunden und eine der größten IoT-Plattformen.

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Diversität ist in der Unternehmenskultur von Vodafone fest verankert und wird durch zahlreiche Maßnahmen gefördert. Dazu zählen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Netzwerke für Frauen, Väter oder LGBT+. Vodafone respektiert und wertschätzt alle Menschen: unabhängig von ethnischer Herkunft, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Glauben, Kultur oder Religion.

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www.vodafone-deutschland.de oder www.vodafone.com.

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*CO2-neutral bedeutet, dass Vodafone Deutschland seine eigenen Treibhausgasemissionen (gemessen in Tonnen CO2-Äquivalent, tCO2e) im Vergleich zum Basisjahr 2020 um mindestens 90% reduziert hat und verbleibende, unvermeidbare Emissionen durch den Erwerb verifizierter CO2-Entfernungszertifikate bilanziell ausgleicht. Diese Definition entspricht den Grundsätzen des SBTi Corporate Net Zero Standards (März 2024). Der Großteil der Reduktion um 90% resultiert aus der Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien. Das Treibhausgasinventar von Vodafone wird gemäß dem GHG-Protokoll für alle globalen Märkte erfasst, von einer unabhängigen Drittpartei extern geprüft und im aktuellen Jahresbericht der Vodafone Group offengelegt. Bei unserer Strategie orientieren wir uns an den Oxford Principles for Net Zero Aligned Carbon Offsetting (revised 2024), einem wissenschaftlich fundierten Rahmenwerk, das von Forschern der Universität Oxford entwickelt wurde, um Organisationen dabei zu unterstützen, glaubwürdige, auf Netto-Null ausgerichtete CO2-Kompensationen durchzuführen. Wir setzen dabei ausschließlich auf sog. (CO2) Removals (Oxford Principles: Kategorie IV und V). Diese stellen sicher, dass CO2 mittel- bis langfristig aus der Atmosphäre entfernt wird. Zum Zwecke des bilanziellen Ausgleichs der unvermeidbaren Restemissionen aus dem Geschäftsbetrieb in Deutschland kauft Vodafone jährlich eine entsprechende Menge an CO2-Zertifikaten aus verschiedenen hochwertigen Projekten zur CO2-Entfernung, bspw. in Südafrika und im Vereinigten Königreich, die unter folgenden Standards verifiziert sind: Plan Vivo, Verified Carbon Standard (VCS), Climate, Community & Biodiversity Standards und Global C-Sink. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus naturbasierten Projekten und solchen zur Förderung innovativer technischer Verfahren.

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